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Werbung bei Google schalten: Schritt für Schritt zur ersten Google-Ads-Kampagne

Werbung bei Google schalten: Schritt für Schritt zur ersten Google-Ads-Kampagne

Werbung bei Google ist in wenigen Minuten gestartet, doch eine schlecht aufgesetzte Kampagne verbrennt still das Budget. Wir erklären die Schritte der Reihe nach: Konto, Kampagnentyp, Keywords, Budget und Gebote.

Werbung bei Google zu schalten, wirkt auf dem Papier wie eine Einrichtung von wenigen Minuten: Konto eröffnen, Budget eingeben, Anzeige geht live. Das Problem: Google gibt auch für eine halbfertige Kampagne bereitwillig Geld aus. In dieser Anleitung erklären wir die Schritte so, dass auch Unternehmer ohne technischen Hintergrund folgen können: von der Kontoeröffnung und der Wahl des Kampagnentyps über Keywords, Budget und Gebote bis zu dem, was Sie in den ersten Wochen erwarten sollten.

Bevor Sie Werbung bei Google schalten: zwei Fragen klären

Halten Sie zwei Antworten bereit, bevor Sie das Konto eröffnen. Erstens: Was genau soll die Werbung bringen? Einen Anruf, ein Formular, eine WhatsApp-Nachricht, einen Onlineverkauf oder einen Besuch im Geschäft. „Mehr Kunden“ ist ein Wunsch, kein Ziel. Ohne messbare Aktion können Sie nicht beurteilen, ob eine Kampagne gut oder schlecht läuft.

Zweitens: Was bringt Ihnen ein Kunde ein? Wenn Sie Ihren durchschnittlichen Bestellwert und Ihre Marge kennen, können Sie berechnen, wie viel Werbung ein Kunde höchstens kosten darf. Dabei hilft unser Rechner für Werbegewinn. Diese Grenze ist später der Kompass für alle Gebots- und Budgetentscheidungen.

Schritt 1: Google-Ads-Konto eröffnen

Werbung mit Google Ads beginnt mit einem Google-Konto. Nutzen Sie möglichst ein Konto, das dem Unternehmen gehört, statt einer privaten E-Mail-Adresse. So bleibt das Konto bei Ihnen, wenn Mitarbeiter oder Agentur wechseln.

Bei der Anmeldung leitet Google Sie womöglich in einen vereinfachten, automatisierten Einrichtungsablauf. Der ist schnell, lässt Ihnen aber wenig Kontrolle über Keywords, Keyword-Optionen und Gebote. Wenn Sie die Kampagne im Detail steuern möchten, suchen Sie während der Einrichtung die Option, in den erweiterten Modus (Expertenmodus) zu wechseln. Bezeichnungen in der Oberfläche ändern sich gelegentlich; das Prinzip bleibt gleich.

Abgefragt werden Rechnungsdaten und eine Zahlungsmethode. Google kann von manchen Werbetreibenden außerdem eine Identitäts- oder Unternehmensbestätigung verlangen. Schieben Sie diese nicht auf; solange sie fehlt, kann die Auslieferung Ihrer Anzeigen eingeschränkt werden.

Schritt 2: Den passenden Kampagnentyp wählen

Es gibt nicht den einen Weg, bei Google zu werben; der Kampagnentyp bestimmt, wo und wem Ihre Anzeige erscheint. Die gängigsten Typen:

  • Suche: Textanzeigen über oder unter den Ergebnissen, wenn jemand nach Ihrer Leistung sucht. Die Nachfrage ist bereits da, und Sie erscheinen genau in diesem Moment. Für lokale Dienstleister meist der richtige Einstieg.
  • Performance Max: Eine einzige Kampagne, die in Google-Umgebungen wie Suche, YouTube, Displaynetzwerk, Gmail und Maps ausgeliefert wird; wo die Anzeige erscheint, entscheidet weitgehend Google. Mit soliden Conversion-Daten kann das gut funktionieren, ohne Messung ist jedoch schwer zu erkennen, wohin das Budget fließt.
  • Displaynetzwerk: Bildanzeigen auf Websites und in Apps. Da keine Suchabsicht dahintersteht, eignet es sich eher für Bekanntheit und für das erneute Ansprechen früherer Websitebesucher.
  • YouTube (Video): Videoanzeigen. Gut, um eine Marke vorzustellen und Interesse zu wecken; sofortige Anfragen oder Anrufe zu erwarten, führt meist zu Enttäuschung.

Für ein Unternehmen, das zum ersten Mal bei Google wirbt, hilft eine einfache Regel: Beginnen Sie mit einer Suchkampagne und ergänzen Sie andere Typen, sobald Daten vorliegen.

Schritt 3: Nicht ohne Conversion-Tracking live gehen

Eine Conversion ist die Aktion, die Sie sich von der Anzeige wünschen: ein abgesendetes Formular, ein Anruf, ein Kauf. Melden Sie diese Aktionen nicht an Google Ads, sieht das System nur Klicks und versucht, Klicks zu sammeln. Klicks können günstig sein und trotzdem keine Kunden bringen.

Conversion-Tracking wird meist über das Google-Tag oder Google Analytics 4 eingerichtet. Lösen Sie danach selbst eine Test-Conversion aus und prüfen Sie, ob sie im Bericht erscheint. Doppelt gezählte Formulare oder eine Dankesseite, die nie auslöst, sind sehr häufige Fehler. Eine Checkliste finden Sie in unserem Beitrag Ist Ihr Conversion-Tracking richtig eingerichtet?

Schritt 4: Keywords und Keyword-Optionen

In einer Suchkampagne bestimmen Keywords und Keyword-Optionen, bei welchen Suchanfragen Ihre Anzeige erscheint. Denken Sie bei der Auswahl in den Worten Ihrer Kunden, nicht in Ihren eigenen: „Reinigungsfirma für Fabriken“ statt „industrielle Reinigungslösungen“.

  • Weitgehend passend: Google zeigt die Anzeige auch bei Suchen, die es als inhaltlich verwandt einstuft. Die Reichweite ist am größten, doch ohne Conversion-Daten und Smart Bidding kann Geld in irrelevante Suchen fließen.
  • Passende Wortgruppe: Die Anzeige erscheint, wenn die Suche die Bedeutung Ihres Keywords enthält. Ein Mittelweg zwischen Kontrolle und Reichweite.
  • Genau passend: Die Anzeige erscheint, wenn die Suche dieselbe Bedeutung wie Ihr Keyword hat. Die engste und am besten kontrollierbare Option.

Genauso wichtig sind auszuschließende Keywords. Schließen Sie Suchen, die Ihnen nie Kunden bringen, wie „kostenlos“, „Stellenangebot“, „Anleitung“ oder „gebraucht“, von Anfang an aus. Lesen Sie nach dem Start regelmäßig den Suchbegriffbericht und erweitern Sie die Liste. Wo das Budget unbemerkt versickert, beschreiben wir ausführlich in Wohin fließt Ihr Google-Ads-Budget?

Teilen Sie Keywords thematisch in kleine Anzeigengruppen auf. Stehen „Heizungsreparatur“ und „Heizungsinstallation“ in derselben Gruppe, sehen zwei unterschiedliche Absichten denselben Anzeigentext.

Schritt 5: Budget und Gebotsstrategie

In Google Ads wird das Budget pro Kampagne als durchschnittlicher Tagesbetrag festgelegt. An manchen Tagen gibt Google mehr aus, an anderen weniger; über einen Monat hinweg übersteigt der abgerechnete Betrag jedoch nicht Ihr Tagesbudget multipliziert mit der durchschnittlichen Anzahl von Tagen pro Monat. Geraten Sie also nicht wegen eines einzelnen Tages in Panik, sondern betrachten Sie Wochen- und Monatssummen.

Die Gebotsstrategie legt fest, wie Google in jeder Auktion sein Gebot bestimmt. Die wichtigsten Optionen: manuelle Gebote, bei denen Sie den maximalen Klickpreis selbst festlegen; eine Strategie, die möglichst viele Klicks erzielen soll; Smart-Bidding-Strategien, die Conversions oder den Conversion-Wert steigern sollen; sowie Zielstrategien wie ein Ziel-CPA. Ohne Conversion-Daten haben smarte Strategien nichts, woraus sie lernen können. Deshalb starten viele Konten mit einer einfacheren Strategie und wechseln zu Smart Bidding, sobald sich Conversions angesammelt haben.

Eine magische Budgetzahl gibt es nicht. Hilfreich ist aber diese Überlegung: Das Budget sollte reichen, um bei Ihren Zielsuchen täglich eine aussagekräftige Zahl an Klicks zu erhalten. Ein kleines Budget auf Dutzende Keywords zu verteilen, heißt, bei keinem genug Daten zu sammeln. Ist das Budget knapp, konzentrieren Sie sich auf weniger Keywords und ein kleineres Gebiet.

Schritt 6: Anzeigentext und Zielseite

Das Standardformat in Suchkampagnen ist die responsive Suchanzeige: Sie schreiben mehrere Anzeigentitel und Beschreibungen, Google testet sie in verschiedenen Kombinationen. Ein guter Anzeigentext:

  • spricht die Sprache der Suche; wer „Heizungsreparatur“ sucht, möchte „Heizungsreparatur“ in der Anzeige lesen,
  • nennt einen Unterschied: eine echte Information wie Service am selben Tag, kostenlose Besichtigung oder Ihr Einsatzgebiet,
  • fordert zu einer klaren Handlung auf: „Jetzt anrufen“, „Angebot anfordern“.

Füllen Sie auch Assets wie Telefonnummer, Sitelinks, Adresse und Zusatzinformationen aus; die Anzeige nimmt mehr Platz ein und liefert mehr Informationen.

Wer auf die Anzeige klickt, landet auf der Zielseite, und dort fällt der Großteil der Entscheidung. Die Seite sollte das Versprechen der Anzeige auf dem ersten Bildschirm zeigen, mobil schnell laden und den Anruf- oder Formularbutton leicht auffindbar machen. Eine leistungsspezifische Seite statt der Startseite macht bei der Conversion-Rate oft einen deutlichen Unterschied.

Die ersten 2–4 Wochen: Was Sie erwarten können

Vor dem Start durchlaufen Anzeigen die Richtlinienprüfung von Google, die meist schnell geht. Die ersten Wochen danach sind eine Phase der Datensammlung, keine Gewinnphase. Smarte Gebotsstrategien durchlaufen nach der Einrichtung und nach größeren Änderungen eine Lernphase, in der die Kosten schwanken können.

Was in dieser Phase zu tun ist:

  1. Prüfen Sie in den ersten Tagen häufig den Suchbegriffbericht und nehmen Sie irrelevante Suchen in die Ausschlussliste auf.
  2. Vergewissern Sie sich, dass Conversions tatsächlich erfasst werden.
  3. Ändern Sie Budget, Gebote oder Anzeigen nicht täglich; lassen Sie das System lernen.
  4. Betrachten Sie nach zwei bis vier Wochen Klickpreis, Conversion-Rate und Kosten pro Kunde und treffen Sie dann die ersten ernsthaften Entscheidungen.

Wonach richten sich die Kosten für Google-Werbung?

Auf die Frage „Was kostet Werbung bei Google?“ gibt es keine einheitliche Antwort, denn Google-Werbung hat keine feste Preisliste. Suchanzeigen funktionieren über eine Auktion: Bei jeder Suche konkurrieren die Unternehmen, die zu diesem Begriff eine Anzeige zeigen möchten. Ihre Position hängt nicht nur vom Gebot ab; Anzeigenqualität und Relevanz für die Suche, die Nutzererfahrung auf der Zielseite, Assets und der Kontext der Suche werden gemeinsam bewertet. Deshalb kann eine hochwertigere Anzeige mit einem niedrigeren Gebot weiter oben erscheinen. Zudem ist der tatsächlich gezahlte Klickpreis oft niedriger als Ihr festgelegtes Höchstgebot.

Die wichtigsten Einflussfaktoren auf den Klickpreis:

  • Branche und Wettbewerb: In Branchen, in denen ein Kunde viel wert ist (etwa Recht, Gesundheit, Finanzen), sind Klicks in der Regel teurer.
  • Region: In Großstädten konkurrieren mehr Werbetreibende um dasselbe Keyword.
  • Zeit und Gerät: Der Wettbewerb schwankt nach Uhrzeit, Wochentag und Gerät.
  • Qualität: Eine relevante Anzeige und eine gute Zielseite können dafür sorgen, dass Sie für dieselbe Position weniger zahlen.

Für eine erste Orientierung in Ihrer Branche zeigt der Keyword-Planer in Google Ads geschätzte Gebotsspannen pro Keyword. Das sind keine festen Preise, sondern Schätzwerte für den Einstieg.

Selbst verwalten oder mit einer Agentur arbeiten?

Eine kleine Suchkampagne für eine Leistung in einem Gebiet können Sie selbst betreuen, sofern Sie sich jede Woche regelmäßig Zeit nehmen und das Lesen der Suchbegriffe zur Gewohnheit machen. Die Betreuung einer Agentur zu übergeben, ist meist effizienter, wenn Sie mehrere Leistungen oder Gebiete haben, das Conversion-Tracking komplex ist, E-Commerce-Produktkampagnen nötig sind oder Sie vermuten, dass ein Teil des Budgets verschwendet wird.

Bei der Google-Ads-Betreuung von AGO Dijital Medya kostet das KMU-Paket 10.000 ₺ pro Monat; für E-Commerce gibt es ein Paket zu 25.000 ₺/Monat, für Gesundheitseinrichtungen zu 30.000 ₺/Monat. Die Preise gelten Stand September 2026 inklusive Mehrwertsteuer und ohne Werbebudget: Die Werbeausgaben zahlen Sie direkt an Google. Den aktuellen Preis finden Sie auf der jeweiligen Leistungsseite. Stellen Sie bei der Bewertung einer Google-Ads-Agentur eine Frage: Spart die Betreuung durch weniger Streuverluste und mehr gewonnene Kunden mehr ein, als sie kostet?

Häufige Fehler bei der Werbung auf Google

  • Ohne Conversion-Tracking live gehen: Sie erfahren nie, was funktioniert.
  • Standardeinstellungen nicht prüfen: Etwa wenn in einer Suchkampagne die Option Displaynetzwerk aktiviert bleibt oder die Standorteinstellung auch Personen außerhalb Ihres Zielgebiets erreicht.
  • Keine auszuschließenden Keywords: Ein Teil des Budgets geht an irrelevante Suchen.
  • Alles in eine Anzeigengruppe packen: Unterschiedliche Absichten sehen dieselbe Botschaft.
  • Täglich Einstellungen ändern: Die Kampagne kommt nie aus der Lernphase.
  • Traffic auf die Startseite schicken: Besucher gehen, bevor sie finden, was sie suchen.

Häufig gestellte Fragen

Brauche ich eine Website, um bei Google zu werben?

In der Praxis ja. Die allermeisten Anzeigen führen auf eine Seite, und Google bewertet auch deren Nutzererfahrung. Eine schnelle, mobilfreundliche Seite mit einem klaren nächsten Schritt beeinflusst Kosten und Conversions direkt.

Wie schnell bringt Google-Werbung Ergebnisse?

Nach der Freigabe können Anzeigen noch am selben Tag Klicks erhalten. Damit sich die Kosten einpendeln und klar wird, welche Keywords sich lohnen, sollten Sie die ersten 2–4 Wochen jedoch als Phase der Datensammlung sehen.

Gibt es ein Mindestbudget für Google-Werbung?

Das Budget legen Sie selbst fest. Entscheidend ist, ob es reicht, um bei Ihren Zielsuchen aussagekräftige Daten zu sammeln.

Was ist der Unterschied zwischen Google-Werbung und SEO?

Bei Werbung zahlen Sie für jeden Klick, und die Sichtbarkeit endet, sobald das Budget endet. SEO ist langfristige Arbeit für dauerhafte Sichtbarkeit in den organischen Ergebnissen. Viele Unternehmen nutzen beides.

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